Europäische Arzneimittel-Agentur, Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (lfd.). Bewertungsbericht Petroselinum crispum.
Behördliche Bewertung der Petersilie als Arzneipflanze. Beschreibt die harntreibende und nierenreizende Wirkung von Apiol und Myristicin im ätherischen Öl und die Warnung für die Schwangerschaft. Einordnung: Betrifft das konzentrierte Öl, nicht die Küchenmenge — genau diese Trennung macht unsere Karte auf.
Fachinformationen zu Phenprocoumon (Marcumar und Generika) (lfd.). Wechselwirkungen mit Vitamin K.
Standardangabe der Herstellerinformation: Schwankende Vitamin-K-Zufuhr beeinflusst die Einstellung von Cumarin-Gerinnungshemmern. Grundlage für unsere Karte zur Petersilie. Wir geben den Sachverhalt wieder und sprechen keine Empfehlung zur Einnahme aus.
EFSA-Gremium für Futtermittelzusatzstoffe (FEEDAP) (lfd.). Bewertungen von Futtermittelzusatzstoffen.
Sicherheitsbewertungen der Stoffe, die Tieren über das Futter gegeben werden — darunter die Farbstoffe Astaxanthin und Canthaxanthin, mit denen Zuchtlachs und Zuchtforelle ihre rosa Farbe erhalten. Für Canthaxanthin wurde eine duldbare tägliche Aufnahmemenge abgeleitet, weil sich der Stoff bei hoher Zufuhr in der Netzhaut ablagert. Wir zitieren das Gremium für die Frage, wie diese Stoffe geprüft und begrenzt werden — nicht für eine Aussage über ein einzelnes Erzeugnis.
Europäische Kommission (lfd.). Unionsregister der Futtermittelzusatzstoffe.
Amtliches Verzeichnis aller in der EU zugelassenen Futtermittelzusatzstoffe mit Zieltierart, Verwendungszweck und Höchstgehalt im Futter. Zeigt, dass Farbstoffe im Fischfutter zulassungspflichtig und mengenbegrenzt sind — sie sind Futtermittelzusatzstoffe, keine Lebensmittelfarbstoffe.
National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements (lfd.). Dietary Supplement Fact Sheets.
Laufend aktualisierte Stoffdossiers zu Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen — jeweils mit Funktion im Körper, Vorkommen, Aufnahme, Mangel und Obergrenze. Wir ziehen sie für die B-Vitamine, Vitamin K, Vitamin E, Cholin, Mangan und Molybdän heran, zu denen wir keine eigene Primärquelle führen.
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) (lfd.). Wissen und Verbraucherinformation zu Lebensmitteln.
Vom Bund getragene Ernährungsinformation: Warenkunde, Zubereitung, Lagerung und Verarbeitungsverluste. Grundlage für Aussagen dazu, was beim Ausmahlen, Schälen, Erhitzen und Lagern von Nährstoffen verloren geht.
U.S. Department of Agriculture (lfd.). FoodData Central.
Öffentliche Nährwertdatenbank mit analysierten Gehalten für einzelne Lebensmittel. Wir nutzen sie für Gehaltsvergleiche zwischen Lebensmitteln — nicht für Aussagen über gesundheitliche Wirkung.
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (lfd.). Empfehlungen zur Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen.
Neugeborene kommen mit sehr geringem Vitamin-K-Vorrat zur Welt; die Gabe nach der Geburt ist in Deutschland etablierte Praxis. Wir zitieren die Empfehlung als Beleg dafür, dass Vitamin K den Mutterkuchen kaum passiert — nicht als Ernährungsempfehlung.
International Renal Interest Society (IRIS) (lfd.). IRIS Staging Guidelines.
Internationale Stadieneinteilung der chronischen Nierenerkrankung bei Hund und Katze — Grenzwerte für Kreatinin und SDMA, Untergliederung nach Eiweißverlust im Urin und Blutdruck. Grundlage aller Nierenwerte auf unserer Tierseite.
FEDIAF (lfd.). Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food.
Europäische Nährstoffvorgaben für Allein- und Ergänzungsfuttermittel bei Hund und Katze — mit Unter- und Obergrenzen, unter anderem für Taurin, Jod, Vitamin D und Calcium. Wir zitieren sie für die Frage, was ein vollständiges Futter abdecken muss.
Merck Veterinary Manual (lfd.). Merck & Co..
Tiermedizinisches Standardnachschlagewerk. Herangezogen für Referenzbereiche und die Einordnung einzelner Werte bei Hund und Katze; nicht als Beleg für Einzelbefunde.
McCusker, S. et al. (2014). Journal of Nutritional Science.
Zwanzig Pflanzen, achtzehn Meeresalgen und fünf Insektenarten auf Aminosäuren und Taurin untersucht: In Pflanzen fand sich nur sehr wenig Taurin, in Rotalgen dagegen deutliche Mengen — Porphyra (Nori) 1,22 mg/g Trockenmasse, Chondracanthus 6,28 mg/g.
Levine, M. E. et al. (2014). Cell Metabolism.
Kohortenauswertung: Zwischen 50 und 65 Jahren ging ein hoher Eiweißanteil mit höherer Sterblichkeit einher — der Zusammenhang zeigte sich bei tierischem, nicht bei pflanzlichem Eiweiß und kehrte sich jenseits von 65 Jahren um.
Knopf, B. A. & Lamming, D. W. (2026). Cell Press Blue.
Narrative Übersichtsarbeit zu Protein- und Aminosäurerestriktion; beschreibt Mechanismen um FGF21, mTOR, Methionin und die verzweigtkettigen Aminosäuren. Die Belege stammen überwiegend aus Nager- und Insektenmodellen — die Übertragung auf den Menschen ist offen. Einordnung: Narrative Übersicht, keine systematische Arbeit, und überwiegend auf Tiermodellen beruhend — siehe die Fachkommentare im nächsten Eintrag.
Science Media Centre London (2026). Expert reaction — protein intake, health and lifespan.
Fachkommentare zur Knopf-Übersicht: Die Pressemitteilung bezeichnete sie fälschlich als systematische Übersicht und als Arbeit am Menschen; sie ist eine narrative Übersicht, überwiegend auf Tiermodellen beruhend.
Storhaug, C. L. et al. (2017). The Lancet Gastroenterology & Hepatology.
Systematische Übersicht und Metaanalyse zur Laktosemalabsorption weltweit: rund zwei Drittel der Erwachsenen spalten Milchzucker nicht zuverlässig.
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2010). EFSA Journal.
Gutachten zu Laktoseschwellen bei Laktoseintoleranz: Einzeldosen um 12 g werden von den meisten Betroffenen ohne nennenswerte Beschwerden vertragen.
Skodje, G. I. et al. (2018). Gastroenterology.
Doppelblinder Wechselversuch bei selbstberichteter Glutensensitivität ohne Zöliakie: Fruktane, nicht Gluten, lösten die Beschwerden aus.
Biesiekierski, J. R. et al. (2013). Gastroenterology.
Nach Reduktion fermentierbarer Kohlenhydrate ließ sich kein eigener Gluteneffekt mehr nachweisen — der frühere Befund wurde damit relativiert.
Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) S2k-Leitlinie Zöliakie.
Diagnostik und Behandlung; die Serologie setzt eine glutenhaltige Ernährung voraus — ein Verzicht vor der Abklärung verfälscht das Ergebnis.
Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) S2k-Leitlinie Gastroösophageale Refluxkrankheit.
Gewichtsabnahme bei Übergewicht und ein größerer Abstand zwischen Essen und Hinlegen sind besser belegt als das Streichen einzelner Auslöser.
Monash University FODMAP-Forschungsprogramm.
Analytische Grundlage zu fermentierbaren Kohlenhydraten in Lebensmitteln — Fruktose-Glukose-Verhältnis, Galaktane in Hülsenfrüchten, Polyole.
Comas-Basté, O. et al. (2020). Biomolecules.
Übersichtsarbeit zur Histaminintoleranz: biologisch plausibel, aber ohne validiertes Testverfahren; die Bestimmung des abbauenden Enzyms im Blut gilt als nicht aussagekräftig.
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2011). EFSA Journal.
Gutachten zu biogenen Aminen in Lebensmitteln: Histamin entsteht bakteriell bei unterbrochener Kühlung und ist hitzestabil — Garen entfernt es nicht.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Lektine und Phasin in Hülsenfrüchten.
Rohe und halbgare Kidneybohnen sind giftig; ausreichendes Kochen zerstört Phasin zuverlässig, niedrige Gartemperaturen nicht.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Jodgehalte in getrockneten Algen.
Der Jodgehalt schwankt je nach Art und Charge erheblich; Braunalgen können den Tagesbedarf um ein Vielfaches überschreiten.
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2017). EFSA Journal.
Neubewertung von Glutaminsäure und Glutamaten (E 620–625): erstmals eine duldbare Höchstmenge, weil bei sehr hoher Zufuhr Kopfschmerz und Blutdruckanstieg auftraten.
Kwok, R. H. M. (1968). The New England Journal of Medicine.
Der Leserbrief, mit dem die Debatte um Glutamat begann — Ursprung einer Zuschreibung, die sich in kontrollierten Studien so nicht bestätigte.
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2016). EFSA Journal.
Neubewertung von Schwefeldioxid und Sulfiten (E 220–228); Grundlage der Kennzeichnungspflicht ab 10 mg/kg wegen Reaktionen bei empfindlichen Asthmatikern.
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2016). EFSA Journal.
Neubewertung von Benzoesäure und Benzoaten (E 210–213) einschließlich der Benzolbildung in Getränken bei gleichzeitiger Anwesenheit von Vitamin C.
Cochrane Collaboration (2015). Cochrane Database of Systematic Reviews.
Cochrane-Übersicht zu Xylit und Karies: Über alle Anwendungsformen hinweg wurde die Evidenz als von niedriger bis sehr niedriger Qualität eingestuft, die Einzelstudien waren klein und häufig von Herstellerseite unterstützt. Einordnung: Wir führen Xylit deshalb als plausibel, nicht als belegt.
Ebrahim, I. O. et al. (2013). Alcoholism: Clinical and Experimental Research.
Übersicht zur Wirkung von Alkohol auf den Schlaf: schnelleres Einschlafen, dafür unterdrückter Traumschlaf und stärkere Fragmentierung in der zweiten Nachthälfte.
Aune, D. et al. (2016). BMC Medicine.
Dosis-Wirkungs-Metaanalyse zu Nusskonsum, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Gesamtsterblichkeit; der Zusammenhang flacht oberhalb einer Handvoll täglich ab.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte, Positionen und Stellungnahmen.
Meistgenutzte Primärreferenz für Zufuhrempfehlungen.
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Fachinformationen des BMEL.
Warenkunde, Lebensmittelverarbeitung und Verbraucherinformation.
European Food Safety Authority (EFSA). Scientific Opinions und Journal.
Sicherheitsbewertungen von Zusatzstoffen, Kontaminanten und Health Claims.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Stellungnahmen und Mitteilungen.
Risikobewertung von Stoffen in Lebensmitteln.
Netzwerk Gesund ins Leben (Bundeszentrum für Ernährung). Handlungsempfehlungen.
Einheitliche Empfehlungen für Schwangerschaft, Stillzeit sowie Säuglings- und Kleinkindernährung. Schließt die Lücke, die das Positionspapier der Academy of Nutrition and Dietetics 2025 ausdrücklich offen lässt.
Nordic Council of Ministers (2023). Nordic Nutrition Recommendations 2023.
Gemeinsame Zufuhrempfehlungen der nordischen Länder, erstmals mit Umweltkriterien; herangezogen als Vergleichspunkt zu den Leitlinien von DGE und WHO.
World Health Organization (WHO). Leitlinien und Fact Sheets.
Empfehlungen zu Zucker, Salz, Fetten und Süßstoffen.
International Agency for Research on Cancer (IARC). Monographs.
Krebsrisikobewertungen einzelner Stoffe und Lebensmittelgruppen.
USDA. FoodData Central.
Nährwertdatenbank für Lebensmittelzusammensetzungen.
National Institutes of Health. Office of Dietary Supplements.
Fact Sheets zu Vitaminen, Mineralstoffen und Supplementen.
Verbraucherzentrale. Marktchecks und Untersuchungen.
Produktvergleiche, Kennzeichnung und Werbeaussagen.
Food and Agriculture Organization (FAO). Statistiken und Berichte.
Erzeugung, Fischerei und Ressourcenverbrauch.
World Cancer Research Fund / AICR. Continuous Update Project.
Fortlaufende Evidenzbewertung Ernährung und Krebs.
Cochrane Collaboration. Systematische Übersichtsarbeiten.
Evidenzsynthesen zu Nahrungsergänzung und Interventionen.
Open Food Facts. Offene Produktdatenbank.
Barcode-Abgleich von Produkt- und Nährwertangaben in der App.
FEDIAF. European Pet Food Industry Federation.
Nährstoffrichtwerte für Hunde- und Katzenfutter in Europa.
AAFCO. Association of American Feed Control Officials.
Standards für Alleinfuttermittel („complete and balanced“).
WSAVA. Global Nutrition Guidelines.
Leitlinien zur Ernährungsberatung in der Kleintierpraxis.
ASPCA. Animal Poison Control Center.
Für Hunde und Katzen giftige Lebensmittel und Pflanzen.
Merck Veterinary Manual. Veterinärmedizinisches Standardwerk.
Klinische Referenz zu Toxikologie und Ernährung.
U.S. Food and Drug Administration (FDA). Safety Communications.
Laufende Untersuchungen, u. a. getreidefreie Diäten und DCM beim Hund.
D-A-CH / DGE, ÖGE, SGE. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr.
Gemeinsames Referenzwerk des deutschsprachigen Raums; Basis fast aller Mikronährstoff-Zielwerte.
World Health Organization. Guideline: Sodium Intake for Adults and Children (2012).
Unter 2 g Natrium pro Tag, entsprechend etwa 5 g Salz.
World Health Organization. Guideline: Potassium Intake for Adults and Children (2012).
Mindestens 3510 mg Kalium pro Tag.
EFSA NDA Panel. Dietary Reference Values for Nutrients (Summary Report, 2017).
Europäische Referenzwerte; Abgleich mit den D-A-CH-Werten.
EPIC. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Europäische Langzeitkohorte; Grundlage vieler Risikoschätzungen.
PURE. Prospective Urban Rural Epidemiology Study.
Internationale Kohorte zu Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
National Capital Poison Center. Poison Control.
Grüne und keimende Kartoffeln, Pflanzengifte.
WOAH. World Organisation for Animal Health.
Antibiotikaeinsatz und One-Health-Ansatz.
fishcount.org. Schätzungen zu Fangzahlen.
Größenordnungen gefangener und gezüchteter Fische. Einordnung: Schätzmodell einer Tierschutzinitiative, das Fangmengen über mittlere Stückgewichte in Individuenzahlen umrechnet. Die Größenordnung ist belastbar, die Einzelzahl nicht — amtliche Statistiken führen nur Tonnen.
Albert Schweitzer Stiftung. Recherchen und Datensammlungen.
Haltungsformen, Beifang und Aquakultur. Einordnung: Tierschutzorganisation mit erklärter Position — als Zusammenstellung von Haltungs- und Marktzahlen genutzt, nicht als unabhängige Bewertung. Wo es geht, stehen amtliche Zahlen daneben.
Marine Stewardship Council (MSC). Zertifizierungsstandard.
Fischerei-Siegel; einschließlich der Kritik von NABU/BirdLife, Greenpeace und Verbraucherzentrale.
Open Food Facts. Barcode-Datenbank.
Produkt- und Nährwertabgleich beim Barcode-Scan.
USDA. FoodData Central.
Referenz für Lebensmittelzusammensetzungen bei der Nährwertschätzung.
Europäischer Kodex zur Krebsbekämpfung. Europäische Kommission / IARC.
Zwölf evidenzbasierte Empfehlungen zur Krebsprävention; Grundlage der Aussage, dass es für verarbeitetes Fleisch keine unbedenkliche Menge gibt.
KDIGO. Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease.
Internationale Leitlinie; Referenz für die Aussage, dass Proteinmenge nur bei vorbestehender Nierenschädigung relevant ist.
Robert Koch-Institut. Gesundheitsberichterstattung des Bundes.
Prävalenz von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs in Deutschland.